Strompreiserhöhung 2022 — jetzt wechseln!

Strom­preis­er­hö­hungen sind heute Standard, da die Strom­an­bieter die steigenden Kosten bei der Strom­pro­duktion eins zu eins an ihre Kunden weiter­geben. Hinzu kommt die jährliche Anpassung von staat­lichen Abgaben und Umlagen, die sich unter anderem in der Erhöhung der EEG-Umlage äußert. Diese ist jedoch nur ein kleiner Beitrag zur Energie­wende. Der weitaus größere Kosten­punkt entsteht durch die Produktion von umwelt­freund­lichem Ökostrom, der die fortlau­fende Errichtung von Wind- und Wasser­kraft­werken voraus­setzt.

Da Deutschland ein Vorreiter in der Energie­wende ist, sind die Strom­preise in Deutschland besonders hoch. Das zeigt sich vor allem in der letzten großen Preis­er­höhung Anfang Januar 2020, bei der Hunderte örtliche Grund­ver­sorger ihre Cent-Preise pro kWh erhöht haben. Als Folge zahlen wir hier in Deutschland heute die höchsten Strom­preise in ganz Europa und liegen auch weltweit ganz vorn. Das wird sich auch in 2022 kaum ändern. Die Höhe der EEG-Umlage ist zwar von 6,5 Cent pro kWh auf 3,7 Cent abgesunken, jedoch sind die Börsen­strom­preise seit dem Sommer 2021 wortwörtlich explo­diert.

Strompreiserhöhung in Deutschland

Warum werden die Strompreise stetig erhöht?

Die Gründe liegen nicht nur in der Produktion von Ökostrom, da auch die Netzent­gelte stetig steigen. Diese machen heute über 25 % des gesamten Energie­preises aus. Der größte Kosten­treiber ist jedoch der deutsche Staat, da inzwi­schen über 54 % unseres Strom­preises auf staat­lichen Steuern und Abgaben beruht. Dazu gehören neben der EEG-Umlage die Abgaben im Rahmen des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWKG), Konzes­si­ons­ab­gaben, die Strom­steuer und letztlich auch die Mehrwert­steuer. Die jährliche Infla­ti­onsrate trägt Ihr übliches dazu bei. Diese liegt durch­schnittlich bei 1,5 %.

  • Förderung von Ökostrom durch innovative Techno­logien
  • Anstieg von Netznut­zungs­ent­gelten in Deutschland
  • Erhöhung der EEG-Umlage, steigende Abgaben und Steuern
  • jährliche Infla­ti­onsrate

Wie lange vorher muss mir die Preiserhöhung mitgeteilt werden?

Grund­sätzlich sind Strom­preis­er­hö­hungen bis zu vier Wochen im Voraus schriftlich anzukün­digen, wobei die meisten Preis­er­hö­hungen zum Jahres­wechsel erfolgen. Hinter­grund ist der, dass die Anpassung der EEG-Umlage jeweils zum 01. Januar eines neuen Jahres fällig wird. Das heißt im Umkehr­schluss, dass Sie das Preis­er­hö­hungs­schreiben bis spätestens Ende November bzw. Anfang Dezember eines Jahres erhalten. Dies setzt jedoch voraus, dass eine Strom­preis­an­passung statt­findet.

Sie können innerhalb der genannten vier Wochen auf Ihre Strom­preis­er­höhung reagieren. Im Vorfeld empfehlen wir Ihnen jedoch, die Preis­an­passung zu überdenken und Ihre persön­lichen Mehrkosten zu errechnen. Diese Angaben sind wichtig, um bei der Suche nach einem günsti­geren Strom­tarif einen klaren Vergleich ziehen zu können.

Welche Erhöhungen sind erlaubt?

Ihr Strom­an­bieter kann Ihren vertraglich verein­barten Preis nicht willkürlich erhöhen. Ganz im Gegenteil, jede Erhöhung des Strom­preises ist entspre­chend zu begründen. Dabei geht es im Wesent­lichen darum, welche Kosten­fak­toren steigen. Betrifft dies die Anpassung staat­licher Abgaben und Umlagen sind Sie als Endver­braucher häufig machtlos, da angebotene Preis­ga­rantien nur beschränkt gelten und keine staat­lichen Gebühren berück­sich­tigen.

Haben Sie eine Preis­ga­rantie vereinbart, sind Sie vor steigenden Produktions‑, Vertriebs- und Netznut­zungs­ge­bühren geschützt. Beachten Sie jedoch, dass Preis­ga­rantien zeitlich begrenzt sind und sich häufig nur auf die Mindest­ver­trags­laufzeit beziehen. Anbieter wie E.ON und innogy SE bieten eine maximale Preis­ga­rantie von bis zu 33 Monaten, was für den deutschen Strom­markt schon sehr hoch ist. Doch auch diese Zeit geht vorbei. Nach Ablauf der Mindest­ver­trags­laufzeit steht Ihrem Strom­an­bieter das Recht zu, Ihren aktuellen Preis zu erhöhen, um steigende Kosten bei der Beschaffung und im Vertrieb auszu­gleichen. Eine Begründung der Strom­preis­er­höhung ist in jedem Fall erfor­derlich.

Hinweis zum Vorgehen der BEV im Dezember 2018

Die Bayerische Energie­ver­sor­gungs­ge­sell­schaft mbH (BEV) hat im Dezember 2018 unerlaubte Strom­preis­er­hö­hungen von bis zu 15 % angekündigt. Dabei war nicht einmal klar, wie sich die Preis­er­höhung zusam­men­setzt. Im Weiteren wurden keine Preis­ga­rantien berück­sichtigt und die zu zahlenden Preise unabhängig von bestehenden Sicher­heiten erhöht. Wie sich später heraus­stellen sollte, war das der letzte Versuch die angeschlagene BEV vor der Insolvenz zu retten. Das Insol­venz­ver­fahren wurde am 16. Oktober 2019 eröffnet. Das Recht auf Sonder­kün­digung bestand.

Was kann ich gegen eine Strompreiserhöhung tun?

Im Grunde genommen haben Sie nur zwei Möglich­keiten. Sie können die Strom­preis­er­höhung annehmen oder ablehnen, wobei Sie grund­sätzlich ein Recht auf Sonder­kün­digung haben. Dieses sollten Sie nutzen, wenn Sie zu einem günsti­geren Strom­an­bieter wechseln möchten. Sie sind daher nicht gezwungen, die angekün­digte Strom­preis­er­höhung für 2020 zu akzep­tieren. Die Entscheidung über den Anbieter- bzw. Tarif­wechsel liegt ganz allein bei Ihnen. Möchten Sie auch zukünftig nicht zu viel für Ihren Strom bezahlen, können wir Ihnen den Strom­wechsel nur wärmstens empfehlen.

  • Sonder­kün­di­gungs­recht nutzen und Anbieter wechseln
  • Strom­preis­er­höhung akzep­tieren und auf Richtigkeit prüfen

Bei eventu­ellen Unklar­heiten oder gar Berech­nungs­fehlern möchten wir Sie bitten, sich direkt mit Ihrem aktuellen Strom­an­bieter in Verbindung zu setzen. Das gilt vor allem dann, wenn sich in Ihrem Strom­preis­er­hö­hungs­schreiben für 2020 Fehler einge­schlichen haben. Achten Sie darauf, dass die Preis­er­höhung begründet wird und wie sich diese zusam­men­setzt. Haben Sie einen Vertrag mit Preis­ga­rantie, darf die Preis­er­höhung nur staat­liche Gebühren und Umlagen betreffen. Entspre­chende Infor­ma­tionen hierzu finden Sie in Ihrem Strom­vertrag unter dem Punkt “einge­schränkte Preis­ga­rantien”.

Kann ich Widerspruch gegen die Preiserhöhung einlegen?

Sie können Ihren Wider­spruch nur in Form einer außer­or­dent­lichen Kündigung äußern, indem Sie Ihr Sonder­kün­di­gungs­recht nutzen. Ein gesetz­liches Wider­rufs­recht gilt hingegen nur bei Abschluss von Neuver­trägen und ist innerhalb einer Frist von 14 Tagen nach Vertrags­ab­schluss möglich. Darüber hinaus ist ein Wider­spruch schwierig und rechtlich nicht bindend.

Strompreiserhöhung - Sonderkündigung möglich

Hinweise zum Sonderkündigungsrecht

Sie haben bei jeder Strom­preis­er­höhung ein Anrecht auf Sonder­kün­digung. Von diesem können Sie auch dann Gebrauch machen, wenn Ihre Mindest­ver­trags­laufzeit noch nicht abgelaufen ist. Die Kündi­gungs­frist beträgt zwei Wochen, wobei Sie Ihren Vertrag sofort kündigen können. Ein vertrag­licher Ausschluss der Sonder­kün­digung ist nicht möglich. Im Weiteren gilt eine außer­or­dent­liche Kündigung auch bei Tod und ggf. bei Umzug.

  • Bei Strom­preis­er­höhung jederzeit möglich
  • Kündi­gungs­frist: zwei Wochen

Strompreisvergleich nutzen, wechseln und sparen!

Haben Sie eine Strom­preis­er­höhung erhalten? Dann zögern Sie nicht lange und nutzen Sie unseren Strom­preis­ver­gleich auf BILLIGER-STROM.com. Geben Sie einfach Ihre Postleitzahl und Ihren jährlichen Strom­ver­brauch in unseren Rechner ein und vergleichen Sie die Tarife der Strom­an­bieter mit Ihrem aktuellen Strom­preis. Dabei können Sie regulär bis zu mehrere Hundert Euro im Jahr einsparen. Gerade als Neukunde und Wechsler erhalten Sie attraktive Prämien wie Cashback, Sofort­bonus und Einmal­gut­schriften.

  • Postleitzahl eingeben (z. B. 10178 für Berlin)
  • Jahres­ver­brauch eingeben (z. B. 2.500 kWh)

Sollten Sie Ihren Jahres­ver­brauch nicht kennen, können Sie optional auf die Anzahl der Personen in Ihrem Haushalt klicken. Unser Strom­rechner ermittelt jetzt die besten Preise für Ihren Anschluss und führt Sie bei Bedarf durch die einfache Abschluss- und Bestell­strecke. Dazu brauchen Sie lediglich perso­nen­be­zogene Infor­ma­tionen wie Name, Anschrift und Geburts­datum, den gewünschten Liefer­termin sowie Ihre Zähler­nummer und Ihren vorhe­rigen Strom­ver­sorger angeben. Die Abfrage zum Zähler­stand erfolgt erst zum Zeitpunkt des Wechsels.