Strompreiserhöhung 2020 — jetzt wechseln!

Strom­preis­er­hö­hungen sind heute Standard, da die Strom­an­bieter die steigenden Kosten bei der Strom­pro­duktion eins zu eins an ihre Kunden weiter­geben. Hinzu kommt die jährliche Anpassung von staat­lichen Abgaben und Umlagen, die sich unter anderem in der Erhöhung der EEG-Umlage äußert. Diese ist jedoch nur ein kleiner Beitrag zur Energie­wende. Der weitaus größere Kosten­punkt entsteht durch die Produktion von umwelt­freund­lichem Ökostrom, der die fortlau­fende Errichtung von Wind- und Wasser­kraft­werken voraus­setzt.

Da Deutschland ein Vorreiter in der Energie­wende ist, sind die Strom­preise in Deutschland besonders hoch. Das zeigt sich vor allem in der letzten Preis­er­höhung Anfang Januar 2020, bei der Hunderte örtliche Grund­ver­sorger ihre Cent-Preise pro kWh erhöht haben. Als Folge zahlen wir in Deutschland heute die höchsten Strom­preise in ganz Europa und liegen auch weltweit ganz vorn.

Strompreiserhöhung in Deutschland

Warum werden die Strompreise stetig erhöht?

Die Gründe liegen nicht nur in der Produktion von Ökostrom, da auch die Netzent­gelte stetig steigen. Diese machen heute über 25 % des gesamten Energie­preises aus. Der größte Kosten­treiber ist jedoch der deutsche Staat, da inzwi­schen über 54 % unseres Strom­preises auf staat­lichen Steuern und Abgaben beruht. Dazu gehören neben der EEG-Umlage die Abgaben im Rahmen des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWKG), Konzes­si­ons­ab­gaben, die Strom­steuer und letztlich auch die Mehrwert­steuer. Die jährliche Infla­ti­onsrate trägt Ihr übliches dazu bei. Diese liegt durch­schnittlich bei 1,5 %.

  • Förderung von Ökostrom durch innovative Techno­logien
  • Anstieg von Netznut­zungs­ent­gelten in Deutschland
  • Erhöhung der EEG-Umlage, steigende Abgaben und Steuern
  • jährliche Infla­ti­onsrate

Wie lange vorher muss mir die Preiserhöhung mitgeteilt werden?

Grund­sätzlich sind Strom­preis­er­hö­hungen bis zu vier Wochen im Voraus schriftlich anzukün­digen, wobei die meisten Preis­er­hö­hungen zum Jahres­wechsel erfolgen. Hinter­grund ist der, dass die Anpassung der EEG-Umlage jeweils zum 01. Januar eines neuen Jahres fällig wird. Das heißt im Umkehr­schluss, dass Sie das Preis­er­hö­hungs­schreiben bis spätestens Ende November bzw. Anfang Dezember eines Jahres erhalten. Dies setzt jedoch voraus, dass eine Strom­preis­an­passung statt­findet.

Sie können innerhalb der genannten vier Wochen auf Ihre Strom­preis­er­höhung reagieren. Im Vorfeld empfehlen wir Ihnen jedoch, die Preis­an­passung zu überdenken und Ihre persön­lichen Mehrkosten zu errechnen. Diese Angaben sind wichtig, um bei der Suche nach einem günsti­geren Strom­tarif einen klaren Vergleich ziehen zu können.

Welche Erhöhungen sind erlaubt?

Ihr Strom­an­bieter kann Ihren vertraglich verein­barten Preis nicht willkürlich erhöhen. Ganz im Gegenteil, jede Erhöhung des Strom­preises ist entspre­chend zu begründen. Dabei geht es im Wesent­lichen darum, welche Kosten­fak­toren steigen. Betrifft dies die Anpassung staat­licher Abgaben und Umlagen sind Sie als Endver­braucher häufig machtlos, da angebotene Preis­ga­rantien nur beschränkt gelten und keine staat­lichen Gebühren berück­sich­tigen.

Haben Sie eine Preis­ga­rantie vereinbart, sind Sie vor steigenden Produktions‑, Vertriebs- und Netznut­zungs­ge­bühren geschützt. Beachten Sie jedoch, dass Preis­ga­rantien zeitlich begrenzt sind und sich häufig nur auf die Mindest­ver­trags­laufzeit beziehen. Anbieter wie E.ON und innogy SE bieten eine maximale Preis­ga­rantie von bis zu 33 Monaten, was für den deutschen Strom­markt schon sehr hoch ist. Doch auch diese Zeit geht vorbei. Nach Ablauf der Mindest­ver­trags­laufzeit steht Ihrem Strom­an­bieter das Recht zu, Ihren aktuellen Preis zu erhöhen, um steigende Kosten bei der Beschaffung und im Vertrieb auszu­gleichen. Eine Begründung der Strom­preis­er­höhung ist in jedem Fall erfor­derlich.

Hinweis zum Vorgehen der BEV im Dezember 2018

Die Bayerische Energie­ver­sor­gungs­ge­sell­schaft mbH (BEV) hat im Dezember 2018 unerlaubte Strom­preis­er­hö­hungen von bis zu 15 % angekündigt. Dabei war nicht einmal klar, wie sich die Preis­er­höhung zusam­men­setzt. Im Weiteren wurden keine Preis­ga­rantien berück­sichtigt und die zu zahlenden Preise unabhängig von bestehenden Sicher­heiten erhöht. Wie sich später heraus­stellen sollte, war das der letzte Versuch die angeschlagene BEV vor der Insolvenz zu retten. Das Insol­venz­ver­fahren wurde am 16. Oktober 2019 eröffnet. Das Recht auf Sonder­kün­digung bestand.

Was kann ich gegen eine Strompreiserhöhung tun?

Im Grunde genommen haben Sie nur zwei Möglich­keiten. Sie können die Strom­preis­er­höhung annehmen oder ablehnen, wobei Sie grund­sätzlich ein Recht auf Sonder­kün­digung haben. Dieses sollten Sie nutzen, wenn Sie zu einem günsti­geren Strom­an­bieter wechseln möchten. Sie sind daher nicht gezwungen, die angekün­digte Strom­preis­er­höhung für 2020 zu akzep­tieren. Die Entscheidung über den Anbieter- bzw. Tarif­wechsel liegt ganz allein bei Ihnen. Möchten Sie auch zukünftig nicht zu viel für Ihren Strom bezahlen, können wir Ihnen den Strom­wechsel nur wärmstens empfehlen.

  • Sonder­kün­di­gungs­recht nutzen und Anbieter wechseln
  • Strom­preis­er­höhung akzep­tieren und auf Richtigkeit prüfen

Bei eventu­ellen Unklar­heiten oder gar Berech­nungs­fehlern möchten wir Sie bitten, sich direkt mit Ihrem aktuellen Strom­an­bieter in Verbindung zu setzen. Das gilt vor allem dann, wenn sich in Ihrem Strom­preis­er­hö­hungs­schreiben für 2020 Fehler einge­schlichen haben. Achten Sie darauf, dass die Preis­er­höhung begründet wird und wie sich diese zusam­men­setzt. Haben Sie einen Vertrag mit Preis­ga­rantie, darf die Preis­er­höhung nur staat­liche Gebühren und Umlagen betreffen. Entspre­chende Infor­ma­tionen hierzu finden Sie in Ihrem Strom­vertrag unter dem Punkt “einge­schränkte Preis­ga­rantien”.

Kann ich Widerspruch gegen die Preiserhöhung einlegen?

Sie können Ihren Wider­spruch nur in Form einer außer­or­dent­lichen Kündigung äußern, indem Sie Ihr Sonder­kün­di­gungs­recht nutzen. Ein gesetz­liches Wider­rufs­recht gilt hingegen nur bei Abschluss von Neuver­trägen und ist innerhalb einer Frist von 14 Tagen nach Vertrags­ab­schluss möglich. Darüber hinaus ist ein Wider­spruch schwierig und rechtlich nicht bindend.

Strompreiserhöhung - Sonderkündigung möglich

Hinweise zum Sonderkündigungsrecht

Sie haben bei jeder Strom­preis­er­höhung ein Anrecht auf Sonder­kün­digung. Von diesem können Sie auch dann Gebrauch machen, wenn Ihre Mindest­ver­trags­laufzeit noch nicht abgelaufen ist. Die Kündi­gungs­frist beträgt zwei Wochen, wobei Sie Ihren Vertrag sofort kündigen können. Ein vertrag­licher Ausschluss der Sonder­kün­digung ist nicht möglich. Im Weiteren gilt eine außer­or­dent­liche Kündigung auch bei Tod und ggf. bei Umzug.

  • Bei Strom­preis­er­höhung jederzeit möglich
  • Kündi­gungs­frist: zwei Wochen

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  • Postleitzahl eingeben (z. B. 10178 für Berlin)
  • Jahres­ver­brauch eingeben (z. B. 2.500 kWh)

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