Gas sparen im Haushalt – 30 Tipps!

Ist Ihr jährlicher Gasver­brauch zu hoch? Dann sollten Sie anfangen Gas zu sparen. Die größten Energie­ver­braucher im Haushalt sind Ihre Heizung und Ihr Warmwasser, so dass Sie genau hier ansetzen sollten. In unserem folgenden Ratgeber zum Thema Gas sparen, möchten wir Sie darüber aufklären, was Sie im Spezi­ellen tun können, um Ihren Energie­ver­brauch zu senken. Damit reduzieren Sie nicht nur Ihre Gaskosten, sondern leisten gleich­zeitig auch einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Umwelt. Da bei der Gaspro­duktion umwelt­schäd­liches CO2 entsteht, sorgt ein gerin­gerer Energie­ver­brauch für eine Senkung der Gaspro­duktion und Reduzierung von CO2-Emissionen.

Nutzen Sie unsere Gasspar­tipps und optimieren Sie die Energie­ef­fi­zienz Ihres Hauses, Ihre Heizkosten, Ihren Warmwas­ser­ver­brauch und Ihren Gaseinsatz beim Kochen. Voraus­ge­setzt, Sie nutzen noch einen Gasherd.

Gasspartipps zum Thema Heizen

  1. Heizen Sie nur die Wohnräume, in denen Sie sich aufhalten: Dachböden, Garagen und Keller sind damit nicht gemeint.
  2. Die richtige Tempe­ratur einstellen: 21 Grad im Wohnzimmer und 20 Grad in der Küche sind vollkommen ausrei­chend. Lediglich im Bad darf es mit ca. 22 Grad etwas wärmer sein. Im Hausflur hingegen kälter.
  3. Keine hohen Tempe­ra­turen im Schlaf­zimmer einstellen. Hier reichen max. 18 Grad. Bedenken Sie, dass Sie bei kühleren Tempe­ra­turen besser schlafen und auch weniger schwitzen.
  4. Program­mierbare Heizther­mo­state verwenden, die Ihre Raumtem­pe­ratur automa­tisch regulieren, so dass sich die Tempe­ra­turen in der Nacht automa­tisch senken. Auch so sparen Sie Gas.
  5. Konstantes Heizen: Finden Sie einen geeig­neten Rhythmus und vermeiden Sie es völlig ausge­kühlte Räume zu heizen, da Sie hier der Gasver­brauch sehr hoch ist.
  6. Heizung bei längerer Abwesenheit (Urlaub, Arbeit, Kranken­haus­auf­enthalt etc.) herun­ter­drehen und ggf. abschalten.
  7. Heizkörper regel­mäßig entlüften um die Wärme­leistung sicher­zu­stellen.
  8. Heizungs­an­lagen warten lassen und undichte Ventile gegen neue Heizkör­per­ventile austau­schen.
  9. Heizkörper und Anlagen keines­falls verdecken oder zustellen, da sonst keine bzw. nur eine erschwerte Wärme­ver­sorgung möglich ist.
  10. Lüftungs­ver­halten optimieren: Morgens und abends Fenster für ca. 5 Minuten öffnen und anschließend wieder schließen. Vermeiden Sie eine Dauer­be­lüftung indem Sie Ihre Fenster gekippt lassen. Hinweis: Gilt nur für die kalten Monate.
  11. Decken­ven­ti­la­toren nutzen, die die aufge­stiegene Wärme im Raum optimal verteilen und zurück in den Raum schicken.
  12. Türen im Haus bzw. in der Wohnung schließen, um die Wärme nicht willkürlich zu verteilen.
  13. Fenster und Türen gut abdichten, so dass keine kalte Luft einströmen kann. Das gilt vor allem für Haustüren.
  14. Warme Böden (z. B. Teppich­boden) auslegen, um Wärme zu speichern.

Gas sparen mit modernen Heizungsanlagen

Ist Ihre Heizung schon 25 Jahre alt oder gegebe­nen­falls noch älter? Dann sollten Sie darüber nachdenken, Ihre Heizungs­anlage und den Heizkessel moder­ni­sieren zu lassen. Da der Einbau moderner Heizungs­an­lagen zur Senkung von CO2-Emissionen in Deutschland beiträgt, können Sie auf verschiedene staat­liche Förder­pro­gramme zurück­greifen. Je nachdem ob Sie Ihre alte Gasheizung bzw. Ölheizung austau­schen, erhalten Sie eine Förderung von bis zu 45 % auf den Endpreis.

  • Gasheizung austau­schen: 20 bis 35 % Förderung
  • Ölheizung austau­schen: 20 bis 45 % Förderung

Bei Einbau einer neuen Gasbrenn­wert­heizung können Sie mit einer staat­lichen Förderung von 20 % rechnen. Die größten Zuschüsse erhalten Sie, wenn Sie Ihre alte Gas- bzw. Ölheizung mit einer Erneu­erbare Energien Hybrid­heizung (EE-Hybrid) bzw. Biomasse- oder Wärme­pum­pen­anlage austau­schen. In diesem Fall beträgt die Förderung 35 bis 45 %. Diese erhalten Sie vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhr­kon­trolle (BAFA) mit Sitz in Eschborn in Hessen.

Nach Aussage des Heiztechnik-Konzernes Viessmann können Sie mit einer fachge­rechten Moder­ni­sierung Ihrer Heizungs­anlage bis zu 30 % Energie sparen. Dies berück­sichtigt die Durch­führung eines Hydrau­li­schen Abgleiches Ihrer Heizung. Soll heißen, Ihre Räume bekommen genau so viel Wärme, wie sie benötigen. Beachten Sie jedoch, dass der Austausch Ihrer Heizungs­anlage je nach Größe Ihres Hauses locker mehrere Tausend Euro beträgt. Suchen Sie am besten einen Energie­be­rater auf, der Sie über die Möglich­keiten Ihrer Heizungs­sa­nierung infor­miert.

Gasspartipps zum Thema Wärmedämmung und Energieeffizienz

Mit einer Wärme­dämmung Ihres Hauses können Sie Ihre Gaskosten erheblich senken. Der Fachbe­griff hierfür lautet Passivhaus. Das Passivhaus beschreibt ein Gebäude, dessen Energie­bedarf auf maximal 1,5 Kilowatt pro Quadrat­meter begrenzt ist. Um dies zu erreichen, ergeben sich u. a. die folgenden Optimie­rungs- bzw. Sanie­rungs­po­ten­tiale:

  1. Wände, Decken, Böden und Fenster dämmen (Innen­dämmung), um ein Maximum an Energie einzu­sparen. Achten Sie dabei auf ökolo­gische Baustoffe wie z. B. Holz, Wolle, Kork u. v. m.
  2. Keller­decken dämmen: Da die Kälte von unten kommt, lohnt sich die Dämmung Ihrer Keller­decken. Gleiches gilt für Ihre Außen­wände und Ihr Dach.
  3. Außen­dämmung von Fassaden soweit es keine Auflagen hinsichtlich des Denkmal­schutzes gibt.
  4. Luftdichtheit des Gebäudes bestimmen und überprüfen. Ggf. Lüftungs­anlage instal­lieren.
  5. Heizungs­rohre im Haus dämmen und isolieren (z. B. mit Dämmschläuchen aus Kautschuk oder Stein­wolle).
  6. Instal­lation von Solar­an­lagen, die die Strom­erzeugung für die Warmwas­ser­auf­be­reitung übernehmen.
  7. Fachmann suchen und Energie­ef­fi­zienz bewerten

Gasspartipps zur Warmwasseraufbereitung

  • Zentrale Warmwas­ser­auf­be­reitung in modernen Heizkesseln berück­sich­tigen und dezen­trale Versorgung durch Warmwasser-Boiler vermeiden.
  • Duschen statt baden, spart bis zu 35 Liter Warmwasser.
  • Nicht zu heiß und zu lange duschen, zudem schadet tägliches Duschen der Haut.
  • Gegebe­nen­falls auf die Wasser­auf­be­reitung per Wasser­kocher zurück­greifen.

Gas sparen beim Kochen

  • Kochen Sie mit Kochdeckel und wählen Sie die Herdplatten, die der Größe Ihrer Töpfe entsprechen.
  • Schnell­koch­töpfe verbrauchen weniger Energie.
  • Backofen nicht vorheizen und bei Bedarf Restwärme nutzen.
  • Ausrei­chende Durch­lüftung beim Kochen gewähr­leisten z. B. durch Öffnen eines Fensters.

Kochen und Gas sparen

Fazit zum Energie sparen

Da Ihre Heizung den größten Gasver­braucher im Haushalt darstellt, empfehlen wir Ihnen die Heizungs­anlage regel­mäßig von einem Energie­ex­perten warten zu lassen. Diese bieten Ihnen entspre­chende Heizungs­checks an. Ob sich der Austausch Ihrer Gastherme lohnt, sollten Sie genau ausrechnen. Beabsich­tigen Sie dauerhaft in Ihrem Haus bzw. Wohnge­bäude zu leben, kann sich der Austausch über die Jahre hinweg deutlich rentieren. Ebenso tragen ein Austausch und die Moder­ni­sierung Ihrer Heizungs­anlage zur Senkung der CO2-Emissionen bei. Somit unter­stützen Sie aktiv die Energie­wende in Deutschland und Europa, die eine CO2-Bepreisung ab Januar 2021 vorsieht.

Alternativ: Kosten mit Gaspreisvergleich senken!

Möchten Sie Ihre Gaskosten unabhängig von Ihrem jährlichen Verbrauch an Kilowatt­stunden senken, können Sie auch einen kosten­losen Gaspreis­ver­gleich im Internet nutzen. Diesen finden Sie unter anderem hier auf BILLIGER-STROM.com. Der Vergleich ist selbst­er­klärend mit nur wenigen Klicks erledigt. Je nach Anbieter und Tarif liegt die mögliche Ersparnis bei bis zu mehreren Hundert Euro im ersten Vertragsjahr.