Stromkosten berechnen + vergleichen!

Die Strom­kosten steigen jährlich um durch­schnittlich 6 %, so dass Sie auch im Jahr 2020 mit höheren Kosten rechnen müssen. Vergleichen wir die Strom­kosten der letzten Jahre so fällt auf, dass die Strom­preise von 2010 bis 2020 um ca. 35 % gestiegen sind. Und dabei haben Sie nicht eine Kilowatt­stunde mehr an Strom verbraucht. Für einen Großteil der Kosten ist der deutsche Staat verant­wortlich, der sich als wahrer Preis­treiber zeigt. So machen die Gesamt­kosten für Steuern, Umlagen und Abgaben heute über 50 % des Strom­preises aus. Dieser setzt sich im Detail aus den folgenden Kosten­fak­toren zusammen:

  • Umlagen & Abgaben: 31,3 %
  • Netto­netz­entgelt: 23,4 %
  • Steuern: 22,9 %
  • Strombeschaffung/Vertrieb: 21,5 %
  • Messstel­len­be­trieb & Messung: 1,1 %

Während die Kosten für Vertrieb und Beschaffung mit ca. 7 Cent pro kWh in den letzten 10 Jahren nahezu konstant geblieben sind, gab es bei den Netzent­gelten sowie Steuern, Abgaben und Umlagen einen deutlichen Preis­an­stieg im Strom­kosten Vergleich. Der staat­liche Anteil ist um über 60 % gestiegen und die Kosten für die Netzent­gelte um gute 25%. Der Preis­trend kennt nur eine Richtung: Die Kosten steigen und steigen, so dass wir in Deutschland heute die höchsten Strom­preise in Europa zahlen. Doch was können wir dagegen tun? Hier gibt es nur zwei Möglich­keiten:

  • weniger Strom verbrauchen
  • einen Strom­kos­ten­rechner nutzen

Stromkosten berechnen und sparen

Nutzen Sie einen Stromkostenrechner

Der Strom­kos­ten­rechner hilft Ihnen dabei einen günstigen Strom­tarif für Ihren Heiman­schluss zu finden. Da der hohe Wettbewerb zwischen den Strom­an­bietern für gute Effek­tiv­preise sorgt, sind mit einem jährlichen Strom­an­bie­ter­wechsel Erspar­nisse von bis zu mehreren Hundert Euro möglich. Das liegt vor allem daran, dass Wechsel- und Cashback-Prämien in den monat­lichen Abschlag einbe­zogen werden. Die ermit­telten Preise sind folglich Effek­tiv­preise.

Wie funktioniert der Stromkostenrechner?

Der Anstieg der Strom­kosten ist leider unver­meidbar, so dass Sie mit einem Strom­kos­ten­rechner bares Geld sparen können. Doch wie funktio­niert dieser Rechner? Die Lösung ist ganz einfach. Sie geben lediglich Ihre Postleitzahl (z. B. 04109 für Leipzig Zentrum), die Perso­nen­anzahl in Ihrem Haushalt oder alter­nativ Ihren geschätzten jährlichen Strom­ver­brauch in unserem Kosten­rechner an. Dabei erhalten Sie mit nur wenigen Klicks eine übersicht­liche Darstellung verfüg­barer Strom­tarife. Diese können Sie in Ruhe mitein­ander vergleichen und so einen passenden Anbieter im Strom­kos­ten­ver­gleich auswählen.

Sie können Ihre Tarif­auswahl zudem mit zusätz­lichen Einstel­lungs-Möglich­keiten eingrenzen. Dazu gehören zum Beispiel folgende Auswahl- und Filter-Optionen:

  • einmalige Boni einbe­rechnen
  • Tarife nur mit Preis­ga­rantie
  • nur Ökostrom­tarife

Stromkosten einfach berechnen: Wie gehe ich vor?

Ihr durch­schnitt­licher Jahres­ver­brauch hängt von der Perso­nen­anzahl in Ihrem Haushalt, den genutzten Haushalts­ge­räten und Ihrer Wohnungs­größe ab. Mittels einer einfachen Formel können Sie Ihren durch­schnitt­lichen jährlichen Strom­ver­brauch wie folgt berechnen:

  1. Wohnfläche in m² x 9 kWh
  2. Perso­nenzahl x 200 kWh (mit Warmwas­ser­be­reitung: x 550 kWh)
  3. Anzahl großer Haushalts­geräte (Spülma­schine, Wasch­ma­schine etc.) x 200 kWh

Alter­nativ können Sie sich auch an folgenden Durch­schnitts­werten orien­tieren:

  • 1‑Per­sonen-Haushalt: ca. 1.000 kWh/Jahr
  • 2‑Per­sonen-Haushalt: ca. 2.500 kWh/Jahr
  • 3 Personen-Haushalt: ca. 3.500 kWh/Jahr
  • 4 Personen-Haushalt: ca. 4.250 kWh/Jahr

Die Werte für den 3‑Per­sonen-Haushalt berück­sich­tigen zwei erwachsene Personen und ein Kind. Die Werte für den 4‑Per­sonen-Haushalt berück­sich­tigen hingegen zwei Erwachsene und zwei Kinder, so dass es sich hierbei um den jährlichen Strom­ver­brauch einer klassi­schen Familie in Deutschland handelt.

Stromkostenberechnung stets in kWh

Die Berechnung der Strom­kosten erfolgt stets in kWh bzw. Kilowatt­stunden. Die Einheit Kilowatt­stunde steht für den Verbrauch elektri­scher Energie und bildet daher die Grundlage für jede Strom­rechnung. Dabei kann jedem Haushalts­gerät ein bestimmter Strom­ver­brauch in kWh zugeordnet werden. Wie hoch der Verbrauch tatsächlich ist, hängt jedoch vom jewei­ligen Haushalts­gerät ab.

Hohe Kosten bei alten Haushaltsgeräten

Die Strom­kosten einzelner Haushalts­geräte hängen neben der eigent­lichen Nutzung vor allem auch vom Alter der Geräte ab. So haben ältere Geräte häufig eine schlechtere Energie­ef­fi­zi­enz­klasse, die automa­tisch einen höheren Strom­ver­brauch und somit höhere Strom­kosten pro Monat verur­sacht. Ältere Wasch­ma­schinen können beispiels­weise je nach Nutzung einen jährlichen Verbrauch von etwa 250 bis 300 kWh aufweisen. Bei neueren Wasch­ma­schinen ist der Wert um etwa 25 % niedriger, so dass Sie hier locker über 50 kWh im Jahr sparen können. Ausgehend von einem kWh-Preis von ca. 32 Cent sparen Sie somit mindestens 16 € pro Jahr, wenn Sie sich für den Kauf einer energie­ef­fi­zi­enten Wasch­ma­schine entscheiden. Gleiches gilt im Übrigen auch für Ihren Kühlschrank und Ihren Wäsche­trockner, der je nach Gebrauch bis zu 440 kWh pro Jahr erfordert. Noch teurer ist aller­dings die Verwendung eines Durch­lauf­er­hitzers. Dieser ist für die Warmwas­ser­auf­be­reitung zuständig und verbraucht durch­schnittlich 1.100 kWh pro Jahr.

  • Strom­kosten berechnen und mit dem Kauf neuer Haushalts­geräte vergleichen
  • Generell Haushalts­geräte mit einem niedrigen Strom­ver­brauch nutzen

Tipps zum Senken der Stromkosten

Achten Sie beim Kauf neuer Geräte auf deren Energie­ef­fi­zi­enz­klasse sowie auf die Geräte­größe, die sich an Ihrem Bedarf orien­tieren sollte. So ist für einen Single­haushalt z. B. ein kleinerer Kühlschrank ausrei­chend. Haben Sie ein TV-Gerät, einen Receiver oder eine Kaffee­ma­schine, befinden sich diese bei Nicht-Nutzung häufig im Stand-By-Modus. Das heißt, die Geräte verbrauchen Strom. Wir empfehlen Ihnen, die Geräte richtig auszu­schalten und ggf. eine abschaltbare Steck­do­sen­leiste zu verwenden.

  • Haushalts­geräte mit hoher Effizi­enz­klasse verwenden
  • Stand-By-Modus bei TV- und Hi-Fi-Geräten abschalten
  • LED-Lampen zur Raumbe­leuchtung nutzen
  • Strom­kosten dank günsti­gerem Strom­tarif reduzieren

Wie bereits eingangs erwähnt, hilft Ihnen ein Strom­kos­ten­rechner bzw. Strom­kos­ten­ver­gleich beim Senken Ihrer jährlichen Kosten. Dieser unter­stützt Sie bei der Suche nach einem günstigen Strom­tarif. Ziel soll es sein, dass Sie nach einem Anbie­ter­wechsel weniger für Ihren Strom bezahlen als vor dem Wechsel. Das macht z. B. auch dann Sinn, wenn Ihr aktueller Strom­an­bieter die Preise erhöht bzw. die Kosten für staat­liche Umlagen und Abgaben steigen. Machen Sie in diesem Fall ruhig von Ihrem Sonder­kün­di­gungs­recht Gebrauch und sparen Sie bares Geld. Die Strom­an­bieter tun einiges dafür um Sie als Neukunden zu gewinnen. So gibt es attraktive Prämien und Cashback-Angebote, die bei einem Strom­an­bieter- und Tarif­wechsel eine Ersparnis von mehreren Hundert Euro pro Jahr ermög­lichen.

Wie hoch sind die Preise pro kWh in 2020?

In Deutschland liegen die durch­schnitt­lichen Preise pro kWh in 2020 bei ca. 32 Cent. Im Jahr 2000 lag der Wert noch bei rund 14 Cent. Die Gründe für den deutlichen Anstieg sind haupt­sächlich höhere Netzent­gelte sowie staat­liche Abgaben. So wurde im Jahr 2000 die EEG-Umlage offiziell beschlossen. Diese lag im Jahr 2003 bei 0,41 Cent pro kWh und beträgt im Jahr 2020 ganze 6,765 Cent pro kWh.

  • Kosten von ca. 32 Cent pro kWh in 2020
  • weiterer Kosten­an­stieg wahrscheinlich

Was sind allgemeine Kosten für Strom?

Wenn Sie zur Miete wohnen, ist Ihnen in der jährlichen Neben­kos­ten­ab­rechnung sicherlich der Kosten­punkt Allge­mein­strom aufge­fallen. Dabei handelt es sich um Strom­kosten, die für allgemein genutzte Bereiche aufge­wendet werden. Dazu gehören beispiels­weise die Beleuchtung von Keller­räumen, Treppen­häusern und Außen­an­lagen in einem Mietshaus.