Umlage – abschaltbare Lasten

Die Umlage für abschaltbare Lasten ist ein weiterer Preis­be­standteil des Strom­preises. Sie wurde 2013 mit dem Ziel einge­führt, mehr Netzsta­bi­lität und eine sichere Strom­ver­sorgung zu gewähr­leisten. Abschaltbare Lasten sind Strom­ver­braucher (Lasten), wie z. B. Indus­trie­un­ter­nehmen, die für einen bestimmten Zeitraum oder auch kurzfristig auf Strom verzichten können. Wenn nicht genügend Strom im Netz vorhanden ist, kann der Netzbe­treiber diese Betriebe anweisen, ihren Strom­ver­brauch zu verringern oder sie ganz abschalten. Dafür erhalten die Anbieter von Abschalt­leistung eine Vergütung. Zum einen wird ihnen ein Leistungs­preis für die Bereit­haltung der Abschalt­leistung gezahlt, zum anderen ein Arbeits­preis, wenn der Strom tatsächlich abgeschaltet wurde.

Mit der Umlage für abschaltbare Lasten werden diese Zahlungen ausge­glichen und die Kosten auf alle Endkunden umgelegt. Die Höhe der Umlage wird einmal jährlich für ein Kalen­derjahr festgelegt. Aktuell beträgt sie rund 0,007 Cent pro Kilowatt­stunde für alle Endver­braucher. 2019 lag sie bei 0,005 Cent/kWh.