Strom sparen im Haushalt – 60 Tipps!

Es gibt viele Möglich­keiten, wie Sie im Haushalt und insbe­sondere in der Küche Strom sparen können. Damit schonen Sie nicht nur Ihr Geld sondern tun auch etwas Positives für die Umwelt. Da die konven­tio­nelle Strom­erzeugung jede Menge CO2 verur­sacht, sparen Sie mit einem gerin­geren Strom­ver­brauch auch klima­schäd­liches CO2 ein. Im folgenden Ratgeber möchten wir Ihnen zeigen, wie und vor allem wo Sie am meisten Strom einsparen können und wie Sie dadurch Ihre persön­liche CO2-Bilanz verbessern. Dabei kann Strom sparen so einfach sein.

Stromspartipps für Ihren Kühlschrank

  1. Ein voller Kühlschrank spart Geld: Nutzen Sie einen Kühlschrank, der Ihrem persön­lichen Bedarf entspricht. Bedenken Sie dabei, dass ein leerer Kühlschrank mehr Energie verbraucht, als ein voller Kühlschrank. Das liegt daran, dass die zu kühlende Fläche größer wird.
  2. Stellen Sie Ihren Kühlschrank nicht neben Ihren Herd: Zusätz­liche Wärme sorgt dafür, dass Ihr Kühlschrank mehr arbeiten muss als zuvor. Wählen Sie daher einen sinnvollen Standort für Ihren Kühl- und Gefrier­schrank. Eine kühlere Raumtem­pe­ratur bedeutet weniger Strom für Ihre Kühlgeräte.
  3. Vermeiden Sie langes und häufiges Öffnen: Versuchen Sie, Ihren Kühlschrank so zu öffnen und zu schließen, dass Sie ein häufiges Auf- und Zuklappen vermeiden. Jegliche Aktion und Handhabe erfordert einen höheren Energie­ver­brauch.
  4. Türen richtig schließen: Immer wieder kommt es vor, dass große Flaschen das Schließen der Kühlschranktür blockieren und einen Wider­stand herstellen. Achten Sie daher darauf, dass sich die Türen Ihres Kühlge­rätes ohne weiteres schließen lassen.
  5. Stellen Sie Ihren Kühlschrank nicht zu kalt ein: Ihr Kühlgerät sollte eine Tempe­ratur von acht Grad nicht unter­schreiten. Bei Ihrem Gefrierfach sollten Sie maximal minus zehn Grad einstellen. Bedenken Sie, dass jede Abwei­chung bares Geld kostet.
  6. Gefrierfach regel­mäßig abtauen: Sollten Sie Eisab­la­ge­rungen im Gefrierfach beobachten, empfehlen wir Ihnen, dass Sie Ihr Gefrierfach regel­mäßig abtauen, um einen unnötigen Energie­ver­brauch zu vermeiden.
  7. Keine heißen Speisen in den Kühlschrank stellen: Haben Sie von Ihrem Mittag­essen noch etwas übrig, sollten Sie die Tempe­ratur Ihres Essens auf natür­liche Weise abkühlen. Ihr Kühlschrank ist keine Klima­anlage. Zudem vermeiden Sie einen zusätz­lichen Energie­aufwand.
  8. Abschaltung bei längerer Abwesenheit: Ist Ihr Kühlschrank leer und ist zudem klar, dass Sie für längere Zeit nicht zuhause sind? Dann schalten Sie Ihr Gerät doch einfach ab.
  9. Gute Belüftung ermög­lichen und Lüfter auf keinen Fall zustellen bzw. abdecken.

Stromspartipps beim Kochen

  1. Ein Mal Kochen, zwei Mal Essen: Sofern die Möglichkeit besteht, empfehlen wir Ihnen gleich für zwei Tage zu kochen. So gönnen Sie Ihrem Herd bzw. Backofen etwas Ruhe und sparen jede Menge Energie.
  2. Topfdeckel nutzen: Denken Sie beispiels­weise beim Wasser­kochen daran, einen Kochtopf­deckel zu nutzen. Dieser verhindert, dass unnötige Austreten von Energie, da der Inhalt Ihres Kochtopfes einfach schneller kocht.
  3. Passende Töpfe nutzen: Kochen Sie wenig, dann nutzen Sie bitte einen kleinen Kochtopf. Kochen Sie viel, ist ein größerer Kochtopf sinnvoller.
  4. Koch- bzw. Herdplatten nutzen, die der Größe Ihres Topfes entsprechen.
  5. Wasser im Wasser­kocher erhitzen: Was viele nicht wissen, das Vorheizen im Wasser­kocher ist deutlich günstiger, als der Strom­ver­brauch der Herdplatte.
  6. Eierkocher nutzen und sparen (kein Herdwasser).
  7. Toaster nutzen und sparen (kein Backofen).
  8. Backofen nicht vorheizen: Wenn Sie etwas backen bzw. aufbacken möchten, sollten Sie Ihren Backofen nicht vorwärmen. Verschwenden Sie keine unnötige Energie nur weil dies auf irgend­einem Kochrezept steht.
  9. Restwärme spart Geld: Schalten Sie Ihre Herdplatten bereits herunter, wenn Ihre Töpfe und Pfannen noch auf dem Herd stehen.
  10. Backofen nicht ständig öffnen: Möchten Sie wissen, wie schnell Kuchen backt, dann schauen Sie einfach durch die Glastür des Backofens. Dafür ist diese da. Ständiges öffnen ist nicht energie­schonend.
  11. Schnell­koch­töpfe sind energie­sparend: Sparen Sie bis zu 50 % Ihrer Energie­kosten für das Kochen.
  12. Mikro­welle statt Backofen. Hier muss nichts vorheizen.

Allgemeine Tipps für Küchengeräte

  1. Schalten Sie nicht genutzte Geräte aus: Es ist nicht notwendig, dass Ihre Mikro­welle Ihnen die Uhrzeit anzeigt. Das gleiche gilt für Kaffee­ma­schinen und Kaffee­au­to­maten.
  2. Geschirr­spüler nur anschalten, wenn er voll ist.
  3. Gefrier­schrank regel­mäßig abtauen, so dass sich kein Eis ansetzt.
  4. Moderne, energie­ef­fi­ziente Küchen­geräte nutzen.
  5. Elektrische Brotmesser (Brotschnei­de­ma­schinen) und Dosen­öffner sind nicht notwendig.

Stromspartipps für die Waschmaschine

  1. Nur volle Ladungen lohnen sich: Nutzen das Fassungs­ver­mögen Ihrer Wasch­ma­schine voll aus. Haben Sie nur wenig Wäsche zu waschen, so warten Sie bitte, bis aus wenig viel wird. Halbvolle Wasch­ma­schinen bedeuten Energie­ver­schwendung.
  2. 2. Tempe­ratur senken: 30 Grad Wäschen schonen nicht nur Ihren Energie­ver­brauch, sondern auch Ihre Wäsche. Daher empfehlen die meisten Hersteller heute ohnehin Wasch­tem­pe­ra­turen von maximal 40 Grad.
    3. Ökospülgang nutzen: Immer mehr Wasch­ma­schinen bieten Ihnen heute eine „Eco“-Waschoption an. Mit dieser sparen Sie sowohl Strom als auch Wasser.
    4. Flecken vorbe­handeln: Vermeiden Sie mehrfaches Waschen und nutzen Sie entspre­chende Flecken­ent­ferner.
    5. Verzichten Sie auf Standby-Funktionen und schalten Sie die Wasch­ma­schine unmit­telbar nach Beendigung des Wasch­pro­grammes aus.
    6. Schleu­der­funktion der Wasch­ma­schine nutzen: Vermeiden Sie Extra-Wäsche­trockner und trocknen Sie Ihre Wäsche notfalls auf der Leine. Auch das spart Geld.
    7. Flusensieb der Trock­ner­funktion regel­mäßig reinigen.

Stromspartipps für Fernseher und Musikanlagen

  1. LED-Fernseher verbrauchen weniger Strom als Plasma-Fernseher: Achten Sie beim Kauf Ihres TV-Gerätes auch auf den Strom­ver­brauch. Muss es unbedingt ein großer Fernseher sein?
  2. Schalten Sie die Geräte ab, wenn Sie diese nicht nutzen. Das gilt insbe­sondere für die Standby-Funktion an Ihren Anlagen.
  3. Achten Sie auf Energie-Labels an Ihrem Fernseher (empfohlene Geräte haben eine Energie­ef­fi­zi­enz­klasse von A+ bis A+++).
  4. Fernseher als Bildschirm für Ihren PC nutzen: Verzichten Sie auf einen Extra-Monitor.
  5. TV-Geräte mit Festplat­ten­re­korder verwenden: Das macht Video- und DVD-Recorder überflüssig.
  6. Audio­laut­sprecher: Nutzen Sie eine Anlage für Video und TV und sparen Sie sich zusätz­liche Strom­fresser.
  7. Steck­do­sen­leisten ohne Zusatz­be­leuchtung verwenden: Diese Leucht­funktion ergibt keinen Sinn.
Strom sparen beim Fernseher

Stromspartipps für das Büro

  1. Flach­bild­schirme per LED sind heute Standard.
  2. Notebooks und Tablets: Mobile Endgeräte verbrauchen weniger Strom als Desktop-PCs.
  3. Multi­funk­ti­ons­geräte nutzen: kein Extra-Drucker, kein Extra-Scanner und Kopierer.
  4. Stoßlüften senkt die Raumtem­pe­ratur: Raumtem­pe­ratur senken und Lüfter-Funktionen reduzieren.
  5. Alte PCs durch neue, energie­ef­fi­ziente Geräte ersetzen.
  6. Handy- und Smart­phone Akkus vollständig aufladen: Dann halten die Akkus auch länger.
  7. Computer abschalten, wenn Sie diesen für die nächsten 30 Minuten und darüber hinaus nicht nutzen.

Stromspartipps für die Warmwasseraufbereitung/ Heizung

  1. Warmwas­ser­ver­brauch reduzieren: Sofern möglich Warmwasser-Nutzung senken. Langes Duschen ist nicht nur schlecht für den Wasser­ver­brauch, sondern auch für Ihren Energie­ver­brauch.
  2. Duschen statt Baden = weniger Warmwas­ser­ver­brauch.
  3. Auf Durch­lauf­er­hitzer verzichten: Das Erwärmen von Wasser mit Hilfe von Strom ist einfach nur teuer. Alter­nativ können Sie auch die maximale Wasser­tem­pe­ratur von z. B. 40 Grad auf 35 Grad senken. Zudem sollten Sie Ihren Durch­lauf­er­hitzer regel­mäßig entkalken.
  4. Unnötiges Heizen vermeiden: Das gilt insbe­sondere für nicht genutzte Räume.
  5. Heizen mit Strom vermeiden: Nacht­strom­spei­cher­hei­zungen kosten nicht nur zu viel Geld, sondern auch zu viel Energie. Das betrifft auch Radia­toren.
  6. Wenn möglich auf Klima­geräte und Klima­an­lagen verzichten.
  7. Heizther­mo­state nutzen, die die Tempe­ratur von selbst regulieren.

Strom sparen bei der Beleuchtung

  1. LED-Lampen statt veraltete Glühbirnen/ Glühfa­den­lampen verwenden. Frühere Energie­spar­lampen sind heute ebenfalls veraltet. Halogen-Lampen sind gänzlich veraltet. Mit dem Einsatz von LED-Lampen können Sie bis zu 90 % an Energie sparen.
  2. Natür­liches Licht nutzen, so gut es geht: Verzichten Sie auf großflä­chige Fenster-Beleuch­tungen.
  3. Häufiges An- und Ausschalten von Licht­quellen vermeiden: Ständiges Ein- und Ausschalten von Lampen und Geräten kostet nur Geld.
  4. Nicht alle Räume beleuchten: Beleuchten Sie nur die Räume, in denen Sie sich gerade aufhalten.
  5. Helle Wände/ Decken reflek­tieren Licht: Auch hier können Sie Strom sparen.
  6. Energie­spar­helfer nutzen: Hier helfen Zeitschalt­uhren für die Aquarium-Beleuchtung und die Weihnachts­be­leuchtung.
  7. Bewegungs­melder sind durchaus sinnvoll. So geht das jeweilige Licht nur an, wenn es erfor­derlich ist (siehe Smart Home Beleuchtung).
  8. Kinder über Strom­spar­mög­lich­keiten aufklären.

Wieso sollte ich Stromkosten im Haushalt sparen?

Strom­spar­maß­nahmen gelten nicht nur im Haushalt sondern sind vor allem auch im Alltag wichtig. Jede Strom­ein­sparung bedeutet gleich­zeitig eine CO2-Einsparung. Das gilt insbe­sondere dann, wenn Sie Strom aus konven­tio­nellen Strom­quellen nutzen, deren Produktion auf der Verbrennung fossiler Brenn­stoffe beruht. Ist Ihnen neben der Senkung Ihrer Strom­kosten auch die Umwelt besonders wichtig, empfehlen wir Ihnen Strom aus regene­ra­tiven Energie­quellen wie Wind, Wasser und Sonnen­en­ergie zu verwenden. Dies wirkt sich deutlich auf die Reduzierung Ihrer CO2-Emissionen aus. Somit ist auch der Umwelt-Aspekt ein guter Grund, um Strom und Energie in Deutschland einzu­sparen.