Offshore Netzumlage

Die Offshore Netzumlage ist ein gesetzlich festge­legter Bestandteil des Strom­preises für Endkunden. Die Umlage wurde 2013 durch den Gesetz­geber als Aufschlag auf die Netzent­gelte einge­führt und hieß bis 2018 Offshore Haftungs­umlage. Damit soll der Ausbau von Windparks in Nord- und Ostsee gefördert werden. Sie wird für mögliche Entschä­di­gungs­zah­lungen an Betreiber von Offshore-Windparks erhoben, die durch einen verspä­teten Anschluss von bereits fertig­ge­stellten Windkraft­an­lagen an das Übertra­gungsnetz an Land oder wegen lang andau­ernden Netzaus­fällen entstehen.

Zudem werden seit 2019 mit der Offshore Netzumlage auch die Kosten für den Ausbau und den Betrieb von Anbin­dungs­strom­lei­tungen gedeckt. Die Höhe der Offshore Netzumlage wird jährlich von den betrof­fenen Übertra­gungs­netz­be­treibern ermittelt. Diese sind verpflichtet die Berechnung trans­parent bis zum 15. Oktober für das folgende Kalen­derjahr durch­zu­führen. Für Haushalts­kunden lag die Umlage in den letzten beiden Jahren bei 0,416 Cent pro verbrauchte Kilowatt­stunde. Das ist ein deutlicher Anstieg zum Vorjahr. In 2018 mussten Endkunden nur 0,037 Cent pro Kilowatt­stunde bezahlen. Ermäßi­gungen gelten für strom­in­tensive Indus­trie­be­triebe und Bahnun­ter­nehmen, was häufig von Verbrau­cher­schützern kriti­siert wird.