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Gas Umlage - Kosten für Verbraucher

Die neue Gas Umlage tritt am 01. Oktober 2022 in Kraft und beträgt 2,419 Cent pro kWh Gas. Die Umlage soll die Gasversorgung in Deutschland sicherstellen, die aufgrund ausbleibender russischer Gaslieferungen gefährdet ist. Die Einnahmen gehen jedoch nicht an den Staat, sondern direkt an die Gasversorger, die ihr Gas jetzt zu deutlich erhöhten Preisen am Energiemarkt beschaffen müssen. Ein Teil dieser Kosten soll durch die eingeführte Gas Umlage abgefedert werden.

Was kostet die Gas Umlage?

Die Kosten der Gas Umlage steigen mit dem jährlichen kWh Verbrauch, der wiederum von der Wohnungs-/Haushaltsgröße und der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen abhängig ist. Eine 50 m² große Wohnung verbraucht durchschnittlich 7.000 kWh/ Jahr für die Heizung und Warmwasseraufbereitung. Bei einem Preis von 2,419 Cent pro kWh ergibt das Mehrkosten von rund 169 Euro pro Haushalt/ Jahr. Bei einem 100 m² großen Haushalt sind die zusätzlichen Gaskosten mit rund 338 Euro pro Jahr doppelt so hoch. Demnach sorgt die Gas Umlage für einen starken Kostenanstieg aller Haushalte. Hinzu kommt der Fakt, dass die geplante Umlage die Inflation in Deutschland noch weiter steigen lässt.

Hinweis: Die Höhe der neuen Gas-Umlage kann sich mit jeder Neubewertung des Gasmarktes ändern. Das heißt, dass die Umlage auch noch weiter ansteigen kann und sich die Mehrkosten für die Haushalte noch weiter erhöhen können.

Gas Umlage – Bis wann?

Die Gasumlage ist zunächst bis zum Oktober 2024 vorgesehen und soll nach aktuellem Stand im Herbst 2024 enden. Ob eine Verlängerung der Gas Umlage und der damit verbundenen Mehrkosten vorgesehen ist, steht bislang nicht zur Diskussion. Klar ist aber, dass die Gas Umlage erst dann wegfällt, wenn die Gaskrise in Deutschland vorüber ist. Dazu gehört auch, dass sich Deutschland von der starken Gas-Abhängigkeit zu Russland löst und vereinbare, kostengünstige Alternativen für die Haushalte, Unternehmen und Industrie findet.

Sicherstellung der Gasversorgung

Die Sicherstellung der Gasversorgung ist oberstes Ziel der Bundesregierung. Daher gilt es, die Handlungsfähigkeit der Energiekonzerne in Deutschland zu sichern. Dem voran ging die drohende Pleite des Uniper-Konzerns, der jetzt durch einen staatlichen Rettungsschirm unterstützt wird. Um diese Ausgabe zu finanzieren, kommt u. a. die Gas Umlage zum Einsatz, die ab Oktober 2022 jeder Haushalt und jedes Unternehmen in Deutschland zahlen muss.