EEG-Umlage

Strom­ver­braucher zahlen in Deutschland auf jede verbrauchte Kilowatt­stunde die eine EEG-Umlage. Diese basiert auf dem Erneu­erbare-Energien-Gesetz (EEG) und dient dem Ausbau der erneu­er­baren Energien und damit der Förderung der Energie­wende. Das Gesetz sieht vor, dass Strom aus regene­ra­tiven Anlagen bevorzugt in das deutsche Stromnetz einge­speist wird. Dafür erhalten Betreiber von Ökostrom-Anlagen, wie Windkraft­an­lagen, Biomas­se­an­lagen, Wasser­kraft­werke oder Solar­an­lagen, eine festge­legte Vergütung pro Kilowatt­stunde vom Übertra­gungs­netz­be­treiber. Der Strom aus den Anlagen wird dann vom Netzbe­treiber an der Strom­börse verkauft. Aus der Differenz zwischen der gezahlten Einspei­se­ver­gütung an Anlagen­be­treiber und dem Verkaufs­preis an der Börse errechnet sich die Höhe der jährlichen EEG-Umlage.

Wie hoch ist die EEG-Umlage?

Die Höhe der EEG-Umlage ändert sich jährlich. Die Übertra­gungs­netz­be­treiber prognos­ti­zieren die Einnahmen und Ausgaben für das nächste Jahr und errechnen so die EEG-Umlage. Die Bekanntgabe erfolgt jeweils bis zum 15. Oktober des Vorjahres. Im Jahr 2020 zahlen Strom­kunden 6,756 Cent pro verbrauchter Kilowatt­stunde.

Kritik an der EEG-Umlage

Kritik von Verbrau­cher­schützern gibt es vor allem an den zahlreichen Befrei­ungen von der EEG-Umlage für Indus­trie­un­ter­nehmen. Mittler­weile ist bereits ca. ein Fünftel des deutschen Strom­ver­brauchs von der Zahlung ausge­nommen. Eigentlich soll die EEG-Umlage von allen Endkunden finan­ziert werden, durch die Befrei­ungen für Indus­trie­be­triebe steigt jedoch die Belastung für alle anderen Kunden.